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Polyethen ArtikelPolyethen - in dem Ingenieurbereich Polyethylen, alt Polyäthylen.
Chemische Formel:
Polyethen (Abkürzung PE) ist ein durch Polymerisation von Ethen [CH2 = CH2] (früher gebräuchlicher Name Äthylen, dann Ethylen) hergestellter, teilkristalliner, thermoplastischer Kunststoff. Es gehört zur Gruppe der Polyolefine. Man unterscheidet zwischen PE-LD und PE-HD. Dies sind Polyethene mit kleiner Dichte (low density, LD) bzw. hoher Dichte (high density, HD). Dabei ist die Dichte zwischen 0.91 g/cm3 und 0.96 g/cm3.
Zusätzlich gibt es noch:
- lineares Polyethylen niederer Dichte (PE-LLD), dessen Polymermolekül ca. sehr wenige und kurze Verzweigungen aufweist
- hochmolekulares Polyethylen (PE-HD-HM)
- ultrahochmolekulares Polyethylen (PE-HD-UHMW) (Dichte bis 0.99 g/cm3)
- vernetztes Polyethylen (PE-X)
Vernetztes Polyethylen (PE-X) wird noch nach den verschiedenen Verfahren der Herstellung unterschieden.
- PE-Xa (chemisch vernetztes Polyethylen, umgangssprachlich wird es auch hochdruckvernetztes Polyethylen genannt)
- PE-Xb
- PE-Xc (strahlenvernetztes Polyethylen)
Polyethen wurde 1898 von dem Chemiker Hans von Pechmann entdeckt. Seit den 1930er Jahren wird dieses industriell hergestellt.
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Im Gegensatz zu PVC enthält Polyethylen lediglich Wasserstoff und Kohlenstoff, d. h. es kann in der Müllverbrennung in dem Idealfall zu Kohlendioxid und Wasserdampf verbrennen. Aus Polyethylen sind die meisten Einkaufstüten hergestellt. Die Ökobilanz ist recht gut. Polyethylen ist allerdings durch Lösungmittel (auch Benzin oder Öl) auflösbar, so dass man beispielsweise keine Benzinkanister daraus herstellen kann.
Der Kristallinitätsgrad steigt mit zunehmender Dichte. Dadurch erhöhen sich auch mechanische und chemische Stabilität.
PE nimmt kaum Wasser auf (<0.1%) und quillt in polaren Lösungsmitteln praktisch nicht.
Seines Merkmalen lassen sich durch geeignete Copolymere gezielt ändern.
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PE-LD werden bei Drücken von 1 Tausend bis 3 Tausend bar und Temperaturen von 100°C bis 300°C unter Zuhilfenahme von Katalysatoren (Sauerstoff oder Peroxide) hergestellt.
Die Polymerisation zu PE-HD geschieht industriell nachdem Ziegler-Verfahren . Kennzeichnend sind bei diesem Verfahren der kleine Druck ( 1 bis 50 bar) und die niedrige Temperatur (20°C bis 150°C). Als Katalysatoren werden Titanester, Titanhalogenide oder Aluminiumalkyle benutzt. Alternativ erhält man PE-HD auch mit dem Phillips-Verfahren bei Temperaturen von 85 bis 180°C und Drücken von 30 bis 40 bar.
PE-HD-UHMW ist mit modifizierten Ziegler-Katalysatoren herstellbar.
PE-Xa wird mit einer Mischung aus Polyethylengranulat und chemischen Bestandteilen unter hohen Druck hergestellt.
Bei PE-Xc wird unter radioaktiver Bestrahlung die Vernetzung des Polyethylen erreicht.
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Im Alltag finden vor allem PE-LD Verwendung. Produkte aus PE werden mit einem "PE" in einem aus Pfeilen gebildeten Dreieck markiert.
In der Medizintechnik werden aus PE-HD-UHMW beispielsweise Hüftgelenksendoprothesen gefertigt.
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